Sonntag, 27. März 2016

Freiwillig ins Bootcamp????

Ja! Und nachdem ich wieder zurück bin: und immer wieder ja!

Aber nun von vorne: Herr pungieng und ich überlegten intensiv, was ich denn zum Geburtstag bekommen könnte. Lustigerweise hatten wir beide dem Grunde nach die selbe Idee: ein Sportwochenende. Seine Idee war ein Wochenende Schwimmtraining, was an meiner Kondition scheiterte (*huch*). Und dann plötzlich sah ich die Ankündigung: das "Vegan for fit Bootcamp #3" wurde ausgeschrieben: 2 volle Tage Training mit Lothar Leder, einem mehrfachen Ironman-Sieger, mit veganem Kochkurs - irgendwie hatte ich das Augenmerk auf "Triathlon" (will ich in diesem Jahr wieder angehen) und veganer Küche. Eine Kombination, die mir richtig gut gefiel. Auch hier hatte ich Bedenken, ob meine Fitness ausreicht - aber eine E-Mail von Lothar Leder wischte meine Bedenken beiseite und so saß ich am 18. März voller Vorfreude im Zug nach Tirol.

 Nach 8 Stunden hatte ich es dann aus dem hohen Norden (naja) bis  ins sonnige Reutte und ins Hotel LechLife (mit dem besten Service ever!) geschafft. Keine Stunde später stand das erste Lauftraining auf dem Plan. Also ankommen, auspacken, wohlfühlen, umziehen und auf "los" in Laufkleidung. An der Rezeption dann das erste Kennenlernen der Gruppe: 5 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, no cracks - PASST!!! Auch im Nachgang muss ich sagen, dass sowohl die Größe als auch die Mischung unserer Gruppe perfekt war. Neben unserem Coach Lothar kam auch der Hotelchef mit zum Laufen. Irgendwie fühlte sich alles von der ersten Minute familiär und alles andere als fremd an.
Eine Laufrunde und das kleine Lauf-ABC später wusste ich: Fitness, das ist genau das, was mir fehlt!
Rückweg - und hier hab ich schon ne rote Birne o.O - aber HAMMER Kulisse
Zurück, duschen und Treffen zum Kaffee. Recht schnell wurde uns allen klar, dass wir wohl das gesamte Wochenende als Gruppe verbringen. Beim Kaffee wurde dann auch der Ablauf des Wochenendes nochmals besprochen - die zweite Laufeinheit wich zugunsten einer Wanderung. Irgendwie war ich da nicht bös drum. Und plötzlich war es schon wieder Zeit für's Schwimmen. YES! Spaß, Freude, Wasser - alles das verbinde ich mit Schwimmtraining...
nicht nur meine Brille war foggy... :-)
...und Ihr seht: genau so war es auch! Auch wenn ich einsehen musste, dass mein Schwimmstil (Kraul) wohl SEHR verbesserungswürdig ist. Hmmm, bisher bekam ich immer die Rückmeldung, dass er recht gut wäre. Okay, dann eben alles auf Anfang. Weiter positiv merkte ich, dass der beginnende Muskelkater des Laufens merklich nachließ. Im Hotel dann wartete ein viergängiges veganes Menue auf uns. Dies wurde kurz unterbrochen, da wir gemeinschaftlich dem Initiator des Camps, Attila Hildmann, beim Tanzen im TV zusahen und mitfieberten. Er hatte sich mittlerweile auch für das Camp angekündigt. Zurück zum Essen: es war lecker lecker lecker (auch wenn hier nur 2 Gänge zu sehen sind)! :-)
 
 Ins Bett, schlafen, kurz frühstücken und wieder geht's ins Schwimmbad. Am Ende dieser Schwimmsession hatte ich jedoch das Gefühl, gar nicht mehr laufen zu können. Ich sage nur: Bondage-Schwimmen. Auch die kurze Ruhephase in Badewanne-warmem Salzwasser brachte keine Entlastung. Wieder ins Hotel, zweites -und SEHR ausgiebiges und leckeres- Frühstück. Auf zur Wanderung, anschließend Treffen in der Küche zum Kochkurs. Das hört sich zwar stressig an, aber wir hatten immer soooo viel Spaß!
Beim veganen Kochkurs lief für mich alles perfekt: ich hatte bisher einmal Seitan gekauft - und direkt wieder entsorgt, weil es echt übel war. Der Chefkoch sagte "Heute machen wir Seitan!" SUPER! Endlich seh ich mal, was man WIE daraus macht. Später stellte Attila dann in Aussicht, am kommenden Vormittag Chia-Pudding für uns zu machen - auch perfekt, weil ich das unbedingt mal ausprobieren wollte, ohne gleich ein Pfund Chia-Samen kaufen zu müssen. 
o.l.: kochender Seitan; o.r.: Attila über die Schulter lunsen; u.l.:Mittach!; u.r.: genießen auf der Terrasse
 Läuft also. Im Gegensatz zu den Beinen, die nach den ganzen sportlichen Herausforderungen gar nicht mehr laufen wollten. Im Faszientraining nach dem Mittagessen stöhnten wir dann alle, weil wir wohl alle unter denselben Schmerzen litten. Das Abendessen war wieder sehr lecker - und hier sehr Ihr mal, was aus dem Seitan geworden ist: Gyros. Und SO lecker (sollte ich das Wort "lecker" inflationär benutzen, entschuldige ich mich - aber genau das war es)! 

Nach dem Abendessen saßen wir noch gemütlich beisammen und diskutierten über einige Dinge. Attila brachte sein neues Buch mit - und nach der Durchsicht kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen - sieht lecker aus! Also, ich werde das definitiv kaufen. :-)
Am nächsten Morgen dann wieder leichtes Frühstück, Schwimmtraining, ausgedehnteres Frühstück - und ENDE des Bootcamps. Wie versprochen bereitete Attila den Chia-Pudding zu - und ich muss sagen: .... genau! LECKER!

Fazit: Lothar Leder hat mir den Spiegel vorgehalten und gezeigt, dass ich an mir arbeiten muss. Allerdings hat er das nie gesagt, sodass ich zu dem Entschluss selbst gekommen bin - und ich denke, SO motiviert man Leute :-)
Dank Attila habe ich wieder einen stärkeren Drang, mich vegan zu ernähren. Es hat mir sehr gut getan - und betrachte ich die Ressourcen, dann tut das nicht nur mir gut.
Danke Danke Danke für dieses erleuchtende Wochenende, Jungs! Ihr und Manfred habt das echt gerockt!