Mittwoch, 24. Februar 2016

Astronauten und ihre Nahrung

Für unseren 5jährigen ist das Thema "Astronaut" gerade das brennendste. Raketen, Planeten, Astronauten - alles dreht sich darum. Also war auch sehr klar, dass er zu Fasching (was im Norden zum Glück nicht all zu intensiv ist) ein Astronaut sein möchte. Die Idee, wie das Kostüm aussehen könnte, war ganz schnell in meinem Kopf. Nach und nach formte sich dann auch der Gedanke, wie ein Helm passen könnte - denn was ist ein Astronaut ohne Helm?
Für unverschämt wenige Euro bekam ich ein weißes Longsleeve, was ich mit "NASA"-Applikationen und blauem Zierband versehen habe. Eine vorhandene weiße Hose erhielt ebenfalls eine NASA-Applikation und einen Reißverschluss, hinter dem keine Tasche versteckt war. Das sah schon ganz passend aus. So ein Astronaut braucht auch Schuhe und Handschuhe. Wo findet man so etwas? Genau! Im Baumarkt...
Wir haben hier zwei Sauerstoffflaschen (die auf wundersame Weise verschwanden, sodass ich neue kaufen musste), eine Sauerstoffleitung (Waschmaschinenschlauch), Astronautenhandschuhe (Gartenhandschuhe, kleinste Frauengröße) und Gummi... äh... Mondstiefel. Nicht zu sehen: weißes und blaues Gewebeband. Die Gummistiefel waren schnell beklebt, bei den Handschuhen war das schon eine größere Frickelei - aber am Ende war auch das geschafft.
Und dann war sie wieder da: die Frage nach dem Helm. Kommissar Zufall wollte es, dass ein SecondHand-Laden um die Ecke einen weißen Helm anbot - für 10 EUR. Einmal ordentlich gesäubert sah der aus wie neu. Sterne drauf und den Namen des furchtlosen Raumfahrers - und dann wollte ich Spiegelfolie für's Visier. Huch! Das war schwerer zu realisieren als gedacht (zumindest, wenn man das Thema erst 3 Tage vor der Faschingsparty angeht *hüstel*). Letzten Endes half der Sonnenschutz für die Windschutzscheibe. Und dann fiel mir ein, dass an vielen Helmen kleine Lampen sind - also habe ich eine solche auch noch dran gemacht - auch hier mit der "Spiegelfolie". Und so sah das gesamte Arrangement am Kind aus:
Achja, auf dem Rücken trug er seine Sauerstofflaschen mit der Zuleitung zum Helm. Dazu habe ich zwei Plastik-Wasserflaschen mit selbstklebender Folie zusammengeklebt und nach Gusto in eine Sauerstoffflaschen verwandelt und verziert. Das habe ich mit Gewebeklebeband gemacht. Den Waschmaschinenschlauch habe ich eingekürzt, das eine Ende in die Flaschenöffnung geschoben und mit Gewebeband fixiert. Die Sauerstoffflaschen konnte der Kurze dann wie einen Rucksack tragen - Gurtband macht's möglich.
Zurück von seiner Faschingsfeier fand er die Sauerstoffflaschen voll blöd. Stattdessen wollte er lieber Düsenantrieb. Und da er zu einem Kindergeburtstag eingeladen war, der sich um das Thema "Astronaut" drehte, konnte ich den Wunsch bis dahin erfüllen. Silberlackspray hatten wir noch zuhause, ebenso roten und gelben Filz sowie gelben und orangefarbenes Krepppapier. Die Flaschen einzusprayen, war kein Thema - das Trocknen dieser schon. Bitte auf die richtige Temperatur achten, sonst ist's echt frustig. Filz in Flammenform ausschneiden, Krepppapier dazwischen (weil's so schön raschelt) und mit Heißkleber im Flaschenhals festkleben. Und wenn alles fertig ist: starten (natürlich in der richtigen Haltung)
Wir hatten ein großes Gemeinschaftsgeschenk für das Geburtstagskind - und ein kleines, damit jedes eingeladene Kind noch etwas in der Hand hatte. Von uns gab es einen kleinen Trinkbecher aus dem Hause r*ce. Ein paar smar*ies rein und obenauf ein Muffin. Ein Muffin mit einer Galaxie - passend zum Geburtstagsthema. Für mich hieß das: entspannen, die Küche ins Chaos stürzen und Spaß haben, mit den Kindern Muffins zu verzieren.
Hat Spaß gemacht - das Astronautenkostüm ist nach wie vor sehr gefragt - mein Kurzer möchte auch gern eine Astronautenparty machen. Und das erste Essen dafür würde ja auch schon stehen :-)

Bei Fragen einfach melden.

Eure Diana


Und endlich fliegt auch mal was: der Post fliegt zu made4boys.