Montag, 26. September 2016

Das verlorene Amulett - Sechster Geburtstag!

Mein Kurzer wurde unter der Woche ENDLICH 6 Jahre alt - als letzter in seiner Klasse. Und ja, er hat echt darauf gewartet, dieses magische Alter endlich zu erreichen. Und durch seine Astronauten-Phase dachte ich eigentlich, dass wir einen spacigen Geburtstag feiern - aber mal wieder wurde ich überrascht: "Diesen Geburtstag Dino- und danach Astronauten-Party!" war die Aussage des Geburtstagskindes. Und so bekam er seine Dino-Party!

Eine adäquate Einladung musste her, natürlich am besten im Ei. Und die kann man ganz schnell selbst basteln. Einfachste Art und Weise: Ballons für Wasserbomben aufpusten und fechte, klein geschnittene Gipsbinden darauf verteilen, sodass der Ballon nicht mehr durchscheint. Das waren bei uns drei Lagen. Ein Loch frei lassen, das groß genug ist, um kleine Spielzeug-Dinos reinzustecken - und die Einladung. Mind. 24 h trocknen lassen, die Ballons lassen sich dann ganz leicht ablösen.
Wir haben dann Einladungen kreiert, die ein bisschen Dino-Jagd-mäßig aufbereitet waren, ganz eng eingerollt und mit einem kleinen Teil Strohhalm fixiert. Um die Einladung zu schützen, haben wir diese in eine kleine Plastiktüte gepackt. Dazu gab's natürlich einen Dino. Und danach das noch offene Loch mit weiteren Stücken Gipsbinde verschließen - na klar, wieder trocknen lassen. :-) 
Mit den noch offenen Eiern haben wir dann mal ausprobiert, wie es aussehen könnte, wenn die Dinos "schlüpfen".

Nachdem die Einladungen verteilt waren, ging es an die Vorbereitungen des Geburtstags. Was ist ein Dino-Geburtstag ohne Ausgrabung? Und die Knochen kann man sich selber backen. Ganz klassisch nimmt man Dino-Sandförmchen als Vorlage für Salzteig und backt den Salzteig nach dem Trocknen ein paar Stunden (eine wirklich schöne Anleitung findet Ihr hier). Nach dem Auskühlen habe ich die Knochen noch mit mattem weißen Sprühlack eingesprüht - allerdings nicht völlig deckend, denn sie sollen ja schon Eeeeeewigkeiten unter der Erde liegen. Bei Natalie fand ich eine wunderwunderbare Idee für ein vollständig erhaltenes Skelett - als ich diese zum ersten Mal sah, war ich hin und weg, weil ich glaube, dass das Finden dieser Scheibe sich WIRKLICH nach Ausgrabung anfühlt. Auch diese ist aus Salzteig gebacken und hinterher etwas lackiert (auf dem Foto ist die Scheibe noch nicht gebacken). Und natürlich kommen versteinerte Eier bei den kleinen Forschern auch immer gut an, aus denen sie die Dinos rausklopfen können. Die kann man kaufen - oder auch selbst machen. Ich hab mich für letzteres entschieden, weil ich ja eh grad Salzteig en masse hatte. Den habe ich noch mit Kaffeepulver eingefärbt. Ich war überrascht, wie viel Kaffee es brauchte, um eine schöne Farbe zu bekommen. Letzen Endes hatten die versteinerten Eier dieselbe Farbe wie der Sand und einige Steine draußen. Das war dann etwas schwierig, den Kindern klar zu machen, warum der eine Stein ein Fund ist, der andere aber nicht. 

Vervollständigt wurden die Funde durch kleine Fossilien-Amulette, die ich aus Fimo hergestellt habe. Natürlich mit Dino-mäßiger Unterstützung. Das war innerhalb einer Stunde erledigt - nur das Abkühlen nahm ordentlich Zeit in Anspruch. 
Unterm Strich: die Ausgrabung war das Herzstück und hat richtig Spaß gemacht. Eines der Amulette blieb in den Untiefen des Sandkastens verschollen, denn von den neun vergrabenen haben wir nur acht wiedergefunden. Der große Bruder pungieng steckte zurück und verzichtete an diesem Tag auf seines (um gleich ein neues bei mir zu ordern - "Aber ich will eines mit einem T-Rex!") ;-) 

 Anschließend wurde die Dinoplatte bestaunt (und so oft herumgetragen bis sie zersprang - was für mich aber nur zeigte, dass die Kinder sich sehr darüber gefreut hatten), Anatomiefrage eruiert ("Warum hat er nur einen Arm?") und Dinos aus ihren versteinerten Eiern geklopft.

Um das Herzstück "Ausgrabung" herum haben die Kinder noch gemalt, einen Dino gefüttert und ganz klassisch: Dosenwerfen gemacht. Für den Dino gibt es im www ganz viele Ideen. Ich war überrascht, wie schnell das gebastelt war. Einen großen Karton bekam ich für 0.- EUR beim ortsansässigen Baumarkt, Acrylfarben habe ich in Massen zuhause - und erst vor 14 Tagen haben wir Kartoffeln aus dem Acker befreit. Mit drei kleinen Kartoffeln wurde hier der Dino gefüttert.
Die Dosen habe ich online gekauft und einfach mit Aufklebern beklebt. Die Kids finden Dosenwerfen ja per se toll - hier haben sie dann noch gemeinsam dikutiert, wer den wo anzuordnen ist (nach Lebensraum oder welcher Dino am meisten Punkte hat). Das haben sie ganz allein angefangen, da war ich froh, Mäuschen spielen und die Diskussionen der Dino-Experten hören zu können.

   
    Natürlich haben wir auch gefuttert. Abends war es ein bisschen chaotisch, sodass ich nur vom Nachmittag Bilder gemacht habe. Abends hatten wir Dinos in Meteoroiden-Soße (Dino-Nudeln mit Fleischbällchen-Tomaten-Soße), zum Nachtisch Sumpfglibber (grüner Wackelpudding) oder prähistorischer Dreck (zerkrümelte Or*o-Kekse, Schokopudding, wieder Or*o-Krümel und kleine Knochen). 
Nachmittags gab es Vulkan-Kuchen, Fußabdruck-Kekse, ungesunde und gesunde Dino-Eier, Lianen und Dino-Zähne. Insbesondere bei den Dino-Zähnen musste ich öfter nachfüllen, die waren echt gut nachgefragt, auch die ungesunden Dino-Eier waren schnell weg (ohne Nachfüllung) und - Überraschung - auch die gesunden Dino-Eier (Trauben) fanden gut Anklang.


Bei den Getränken hatten wir Lava-Getränk (ACE-Schorle), Schlammwasser (A-Saftschlore, eine trübe wäre sicher noch cooler gewesen) und Dino-Pipi (Orangenlimo). Als ich den Kindern gesagt hatte, was wir an Getränken haben, schauten mich einige etwas verzweifelt an, ob ich das denn wohl ernst meinte. Dennoch war am Ende Dino-Pipi zuerst leergetrunken. Die Banderolen kann man einfach selbst machen und mit Klebestift an den eigentlichen Banderolen festkleben. Hinterher kann man das sehr gut rückstandsfrei entfernen.

Wir hatten eine Menge Spaß, hatten viele Dino-Forscher mit an Bord und für jeden war etwas mit dabei. Mit einer kleinen Überraschungstüte, dem freigeklopften Dino und dem Dino-Amulett ging dann jedes Kind nach Hause. 

Sonntag, 27. März 2016

Freiwillig ins Bootcamp????

Ja! Und nachdem ich wieder zurück bin: und immer wieder ja!

Aber nun von vorne: Herr pungieng und ich überlegten intensiv, was ich denn zum Geburtstag bekommen könnte. Lustigerweise hatten wir beide dem Grunde nach die selbe Idee: ein Sportwochenende. Seine Idee war ein Wochenende Schwimmtraining, was an meiner Kondition scheiterte (*huch*). Und dann plötzlich sah ich die Ankündigung: das "Vegan for fit Bootcamp #3" wurde ausgeschrieben: 2 volle Tage Training mit Lothar Leder, einem mehrfachen Ironman-Sieger, mit veganem Kochkurs - irgendwie hatte ich das Augenmerk auf "Triathlon" (will ich in diesem Jahr wieder angehen) und veganer Küche. Eine Kombination, die mir richtig gut gefiel. Auch hier hatte ich Bedenken, ob meine Fitness ausreicht - aber eine E-Mail von Lothar Leder wischte meine Bedenken beiseite und so saß ich am 18. März voller Vorfreude im Zug nach Tirol.

 Nach 8 Stunden hatte ich es dann aus dem hohen Norden (naja) bis  ins sonnige Reutte und ins Hotel LechLife (mit dem besten Service ever!) geschafft. Keine Stunde später stand das erste Lauftraining auf dem Plan. Also ankommen, auspacken, wohlfühlen, umziehen und auf "los" in Laufkleidung. An der Rezeption dann das erste Kennenlernen der Gruppe: 5 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, no cracks - PASST!!! Auch im Nachgang muss ich sagen, dass sowohl die Größe als auch die Mischung unserer Gruppe perfekt war. Neben unserem Coach Lothar kam auch der Hotelchef mit zum Laufen. Irgendwie fühlte sich alles von der ersten Minute familiär und alles andere als fremd an.
Eine Laufrunde und das kleine Lauf-ABC später wusste ich: Fitness, das ist genau das, was mir fehlt!
Rückweg - und hier hab ich schon ne rote Birne o.O - aber HAMMER Kulisse
Zurück, duschen und Treffen zum Kaffee. Recht schnell wurde uns allen klar, dass wir wohl das gesamte Wochenende als Gruppe verbringen. Beim Kaffee wurde dann auch der Ablauf des Wochenendes nochmals besprochen - die zweite Laufeinheit wich zugunsten einer Wanderung. Irgendwie war ich da nicht bös drum. Und plötzlich war es schon wieder Zeit für's Schwimmen. YES! Spaß, Freude, Wasser - alles das verbinde ich mit Schwimmtraining...
nicht nur meine Brille war foggy... :-)
...und Ihr seht: genau so war es auch! Auch wenn ich einsehen musste, dass mein Schwimmstil (Kraul) wohl SEHR verbesserungswürdig ist. Hmmm, bisher bekam ich immer die Rückmeldung, dass er recht gut wäre. Okay, dann eben alles auf Anfang. Weiter positiv merkte ich, dass der beginnende Muskelkater des Laufens merklich nachließ. Im Hotel dann wartete ein viergängiges veganes Menue auf uns. Dies wurde kurz unterbrochen, da wir gemeinschaftlich dem Initiator des Camps, Attila Hildmann, beim Tanzen im TV zusahen und mitfieberten. Er hatte sich mittlerweile auch für das Camp angekündigt. Zurück zum Essen: es war lecker lecker lecker (auch wenn hier nur 2 Gänge zu sehen sind)! :-)
 
 Ins Bett, schlafen, kurz frühstücken und wieder geht's ins Schwimmbad. Am Ende dieser Schwimmsession hatte ich jedoch das Gefühl, gar nicht mehr laufen zu können. Ich sage nur: Bondage-Schwimmen. Auch die kurze Ruhephase in Badewanne-warmem Salzwasser brachte keine Entlastung. Wieder ins Hotel, zweites -und SEHR ausgiebiges und leckeres- Frühstück. Auf zur Wanderung, anschließend Treffen in der Küche zum Kochkurs. Das hört sich zwar stressig an, aber wir hatten immer soooo viel Spaß!
Beim veganen Kochkurs lief für mich alles perfekt: ich hatte bisher einmal Seitan gekauft - und direkt wieder entsorgt, weil es echt übel war. Der Chefkoch sagte "Heute machen wir Seitan!" SUPER! Endlich seh ich mal, was man WIE daraus macht. Später stellte Attila dann in Aussicht, am kommenden Vormittag Chia-Pudding für uns zu machen - auch perfekt, weil ich das unbedingt mal ausprobieren wollte, ohne gleich ein Pfund Chia-Samen kaufen zu müssen. 
o.l.: kochender Seitan; o.r.: Attila über die Schulter lunsen; u.l.:Mittach!; u.r.: genießen auf der Terrasse
 Läuft also. Im Gegensatz zu den Beinen, die nach den ganzen sportlichen Herausforderungen gar nicht mehr laufen wollten. Im Faszientraining nach dem Mittagessen stöhnten wir dann alle, weil wir wohl alle unter denselben Schmerzen litten. Das Abendessen war wieder sehr lecker - und hier sehr Ihr mal, was aus dem Seitan geworden ist: Gyros. Und SO lecker (sollte ich das Wort "lecker" inflationär benutzen, entschuldige ich mich - aber genau das war es)! 

Nach dem Abendessen saßen wir noch gemütlich beisammen und diskutierten über einige Dinge. Attila brachte sein neues Buch mit - und nach der Durchsicht kann ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen - sieht lecker aus! Also, ich werde das definitiv kaufen. :-)
Am nächsten Morgen dann wieder leichtes Frühstück, Schwimmtraining, ausgedehnteres Frühstück - und ENDE des Bootcamps. Wie versprochen bereitete Attila den Chia-Pudding zu - und ich muss sagen: .... genau! LECKER!

Fazit: Lothar Leder hat mir den Spiegel vorgehalten und gezeigt, dass ich an mir arbeiten muss. Allerdings hat er das nie gesagt, sodass ich zu dem Entschluss selbst gekommen bin - und ich denke, SO motiviert man Leute :-)
Dank Attila habe ich wieder einen stärkeren Drang, mich vegan zu ernähren. Es hat mir sehr gut getan - und betrachte ich die Ressourcen, dann tut das nicht nur mir gut.
Danke Danke Danke für dieses erleuchtende Wochenende, Jungs! Ihr und Manfred habt das echt gerockt!



Mittwoch, 24. Februar 2016

Astronauten und ihre Nahrung

Für unseren 5jährigen ist das Thema "Astronaut" gerade das brennendste. Raketen, Planeten, Astronauten - alles dreht sich darum. Also war auch sehr klar, dass er zu Fasching (was im Norden zum Glück nicht all zu intensiv ist) ein Astronaut sein möchte. Die Idee, wie das Kostüm aussehen könnte, war ganz schnell in meinem Kopf. Nach und nach formte sich dann auch der Gedanke, wie ein Helm passen könnte - denn was ist ein Astronaut ohne Helm?
Für unverschämt wenige Euro bekam ich ein weißes Longsleeve, was ich mit "NASA"-Applikationen und blauem Zierband versehen habe. Eine vorhandene weiße Hose erhielt ebenfalls eine NASA-Applikation und einen Reißverschluss, hinter dem keine Tasche versteckt war. Das sah schon ganz passend aus. So ein Astronaut braucht auch Schuhe und Handschuhe. Wo findet man so etwas? Genau! Im Baumarkt...
Wir haben hier zwei Sauerstoffflaschen (die auf wundersame Weise verschwanden, sodass ich neue kaufen musste), eine Sauerstoffleitung (Waschmaschinenschlauch), Astronautenhandschuhe (Gartenhandschuhe, kleinste Frauengröße) und Gummi... äh... Mondstiefel. Nicht zu sehen: weißes und blaues Gewebeband. Die Gummistiefel waren schnell beklebt, bei den Handschuhen war das schon eine größere Frickelei - aber am Ende war auch das geschafft.
Und dann war sie wieder da: die Frage nach dem Helm. Kommissar Zufall wollte es, dass ein SecondHand-Laden um die Ecke einen weißen Helm anbot - für 10 EUR. Einmal ordentlich gesäubert sah der aus wie neu. Sterne drauf und den Namen des furchtlosen Raumfahrers - und dann wollte ich Spiegelfolie für's Visier. Huch! Das war schwerer zu realisieren als gedacht (zumindest, wenn man das Thema erst 3 Tage vor der Faschingsparty angeht *hüstel*). Letzten Endes half der Sonnenschutz für die Windschutzscheibe. Und dann fiel mir ein, dass an vielen Helmen kleine Lampen sind - also habe ich eine solche auch noch dran gemacht - auch hier mit der "Spiegelfolie". Und so sah das gesamte Arrangement am Kind aus:
Achja, auf dem Rücken trug er seine Sauerstofflaschen mit der Zuleitung zum Helm. Dazu habe ich zwei Plastik-Wasserflaschen mit selbstklebender Folie zusammengeklebt und nach Gusto in eine Sauerstoffflaschen verwandelt und verziert. Das habe ich mit Gewebeklebeband gemacht. Den Waschmaschinenschlauch habe ich eingekürzt, das eine Ende in die Flaschenöffnung geschoben und mit Gewebeband fixiert. Die Sauerstoffflaschen konnte der Kurze dann wie einen Rucksack tragen - Gurtband macht's möglich.
Zurück von seiner Faschingsfeier fand er die Sauerstoffflaschen voll blöd. Stattdessen wollte er lieber Düsenantrieb. Und da er zu einem Kindergeburtstag eingeladen war, der sich um das Thema "Astronaut" drehte, konnte ich den Wunsch bis dahin erfüllen. Silberlackspray hatten wir noch zuhause, ebenso roten und gelben Filz sowie gelben und orangefarbenes Krepppapier. Die Flaschen einzusprayen, war kein Thema - das Trocknen dieser schon. Bitte auf die richtige Temperatur achten, sonst ist's echt frustig. Filz in Flammenform ausschneiden, Krepppapier dazwischen (weil's so schön raschelt) und mit Heißkleber im Flaschenhals festkleben. Und wenn alles fertig ist: starten (natürlich in der richtigen Haltung)
Wir hatten ein großes Gemeinschaftsgeschenk für das Geburtstagskind - und ein kleines, damit jedes eingeladene Kind noch etwas in der Hand hatte. Von uns gab es einen kleinen Trinkbecher aus dem Hause r*ce. Ein paar smar*ies rein und obenauf ein Muffin. Ein Muffin mit einer Galaxie - passend zum Geburtstagsthema. Für mich hieß das: entspannen, die Küche ins Chaos stürzen und Spaß haben, mit den Kindern Muffins zu verzieren.
Hat Spaß gemacht - das Astronautenkostüm ist nach wie vor sehr gefragt - mein Kurzer möchte auch gern eine Astronautenparty machen. Und das erste Essen dafür würde ja auch schon stehen :-)

Bei Fragen einfach melden.

Eure Diana


Und endlich fliegt auch mal was: der Post fliegt zu made4boys.