Donnerstag, 28. Mai 2015

...überraschend wenig snobby - erwartet handfest... {Teil2}

Als die Kinder vor dem langen Wochenende Mitte Mai hörten, dass wir wieder wegfahren, war die Vorfreude groß, denn sie wünschten sich "nach Bayern!!!" Umso größer die Enttäuschung, dass wir nach Sylt wollen. Der ältere pungieng-Sohn stellte gleich klar "Also, ich fahr nicht mit!" Bei der Erwähnung von "Meer" war zumindest der jüngere Sohn begeistert, die Meinung des älteren wackelte kurz, aber Sylt war weiterhin als "voll doof" einzustufen. Als er dann hörte, dass wir mit einer Fähre incl. dem Auto übersetzen würden, klang das für ihn nach Gaudi - also nach einer Sache, der man sich (natürlich NUR unter Protest) doch stellen könnte.

Als es dann soweit war, wurde er tatsächlich etwas still: die Fähre kam und wir fuhren mit dem Auto hinein. Das war dann wohl doch spannend. ;-) Während der Überfahrt gab's was zu essen, einen Ausflug auf's Sonnendeck (ohne Sonne) und seine Laune verbesserte sich schlagartig: er hatte richtig Bock auf Sylt. Nachdem wir dann unsere wunderschöne Ferienwohnung (Achtung - Werbung) bezogen hatten, wurde die Laune noch besser und mit Aussicht auf ein Eis war auch ein Spaziergang drin. Wir erkundeten List und am Folgetag gab es dann eine laaaaaaange Wanderung - vom Weststrand an den Ellenbogen und zurück an den Weststrand.

 
Die Laune meiner Kinder so:
Naja, nicht ganz so wild. Wir haben ja auch Strand-Picknick gemacht, die Kids konnten am Ellenbogen mal ganz für sich mit sicher 0,5 km Distanz zu den Eltern spielen und genossen das total. Wir haben sie nur gesehen, nicht gehört - aber was wir sahen, sah ganz harmonisch aus :-)

Die Wanderung hatte es sich für die Jungs wirklich in sich, sodass wir abends nur noch in die Alte Bootshalle gegangen sind, und nach dem Abendessen war der Tag dann echt zuende.

Dass es mich auch zu Samoa oder in die Sansibar ziehen würde, war ja auch klar. Plan für den nächsten Tag also: Auto irgendwo an einem Strandzugang abstellen und nach Süden zu laufen. Pläne sind super, planmäßige Umsetzungen noch besser. Und unplanmäßig läuft es so: es nieselt, wir stellen das Auto planungsentsprechend ab, laufen zum Strand und sind nach 5 min so durchnässt, dass wir wieder zum Auto gehen. Der Nieselregen kam dann im 90° Winkel und wurde etwas stärker. Also sind wir zum Samoa gefahren und haben da lecker gegessen. Hier fiel mir auch zum wiederholten Male auf, dass Kinder zum "guten Ton" gehören und nicht als Störung empfunden werden. TOPP!
Am späteren Nachmittag klarte es wieder auf, sodass wir nach dem Abendessen nochmal nach Kampen fuhren und da den Sonnenuntergang noch mitnahmen.
Schön schön schön war es auf Sylt - das erste Mal, aber sicher nicht das letzte Mal :-)

Was mich wirklich überraschte: Kinder sind überall gern gesehen, und Sylt zeigte sich uns stets bodenständig und nicht abgehoben oder snobby. 






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