Sonntag, 27. April 2014

Nur wer loslässt, hat beide Hände frei

Losgelassen habe ich schon lange - zumindest innerlich. Erneuten Auftrieb oder zusätzlichen Anschub bekam ich durch den Satz "Nur wer loslässt, hat beide Hände frei." Diesen bekam Svenja geschenkt. In mir kam damit so vieles ins Rollen.

Na klar, dachte ich. Man muss beide Hände frei haben, um seinen Lebensmittelpunkt neu aufzubauen. Ein neuer Ort, neue Rahmenbedingungen wie Kindergarten, Job usw.
Ich lernte aber auch, dass man beide Hände frei haben muss, um die Geschenke sicher auffangen zu können, die einem auch über den Weg laufen. Als größtes Geschenk empfand ich die Zusage für das Haus, in das wir ziehen werden. Wir haben es (online) gesehen und wussten, dass wir zusammen passen - der Stil, die Lage, ein Spielplatz vor der Tür. Die Grundschule in der Nähe macht einen soliden Eindruck, da kann der Schulstart kommen! Beim Kindergarten werden wir uns etwas umgewöhnen müssen, jedoch bin ich gespannt, wie die Jungs auf diese deutlich kleinere Einrichtung reagieren werden.

Und nun ist es endlich so weit. Entgegen aller Erwartungen vermisse ich so manches Kaiserslautern-spezifische schon jetzt. Vor allem die vielen Menschen hier werde ich vermissen, die ich in den letzten 15 Jahren hier kennengelernt habe. Und doch bin ich nicht zutiefst traurig, da ich das Gefühl habe, genau diesen Menschen aufgrund der sozialen Netzwerke oder manch anderer Kommunikationswege näher zu sein als die Entfernung das glauben macht. Ich freue mich auf das Neue und darauf, viele Menschen einfach "mitnehmen" zu können, wenngleich dies nicht örtlich möglich ist.

15 Jahre Kaiserslautern, das ist mit Abstand die längste Zeit, in der ich in einem Ort gewohnt habe. Und nun ist ein Ende erreicht. Übermorgen kommt der Umzugswagen, der unser Hab und Gut 442 km in den Norden bringt; Luftlinie sind es "nur" 350 km.

Danke für die letzten 15 Jahre, K-Town. In Zukunft sind wir Gäste hier. Und wir kommen gern. :-)

Montag, 21. April 2014

Österlicher Rückblick

Wie jedes Jahr verbrachte Familie pungieng die Osterfeiertage in Trier. Hier der Rückblick von Ostern im Frühling. Es waren einfach wieder ganz wunderbare Tage!


Trier - also bei Oma und Opa pungieng - das ist quasi das Paradies auf Erden: das wunderbarste Essen steht auf dem Tisch, Schokoeier wachsen hier in Blumen und die Geschenke vom Osterhasen im Weinstock an der Pergola.
Das fantastische Wetter nutzten wir nicht nur zur Eiersuche, sondern auch zum Spazieren und Drachensuchen.

Drachensuchen? Naja, angefixt inspiriert von diversen Drachen- und Dinogeschichten schlichen wir allerdünnste Pfade an tiefen Abgründen entlang, um die Heidestuben aufzusuchen - und eben danach zu schauen, ob nicht vielleicht doch ein Drache sein Unwesen da treibt.


Zur allgemeinen Beruhigung: wir haben keinen gefunden. Dafür aber einen wunderbaren Ausblick über das Moseltal und an versteckete Jagdhäuser.

Aber auch das schönste Fest hat einen kleinen Wehmutstropfen: irgendein Vollpfosten hat mir mein heiß und innig geliebtes Automobil zerkratzt. Hier nur der Ausschnitt des vorderen Vandalismus...

 Überflüssig, ärgerlich. Aber hey, es gibt schlimmeres, oder?