Montag, 23. Dezember 2013

Vegan ist das neue Schwarz

...sag ich jetzt mal so. Es ist hip, es ist trendig, sich vegan zu ernähren. Und mit einiger Verzögerung hat es nun auch mich erreicht.
Im Sommer verfolgte ich noch ungläublig Svenjas Blog, auf dem sie ihre Erfahrungen mit der Vegan for Fit-Challenge von Attila Hildmann schilderte. Ich konnte mir das beim besten Willen nicht vorstellen, keine Milchprodukte, kein Fleisch, keine Eier zu essen. Nee, das war nix für mich. Eben jene Svenja rief jetzt zu einer erneuten Challenge auf - und ich folge. Um warm zu werden mit der veganen Küche, habe ich mir zur Vorbereitung mal eben dieses Vegan for Fit gegönnt, auf dessen Basis Svenja sich ernährte.
Und dann wurde mir klar, dass es hier nicht nur um "vegan" ging - sondern um mehr. Um den zusätzlichen Verzicht auf Weißmehlprodukte und Industriezucker. Okay. Bin ich als "süßer fleischliebender Kohlenhydratjunkie" wirklich für eine solche Herausforderung bereit? Wie herausfinden, wenn nicht machen? Eben!

Die erste Woche war gewichtstechnisch der absolute Knaller. Innerhalb von 6 Tagen waren 4 kg weg. Ich brauchte weniger Schlaf und fühlte mich ausgeglichener. Zum Frühstück gab es meinen mittlerweile sehr lieb gewonnenen Grünen Smoothie, mittags ein Gericht der Stufe 2, abends Stufe1. Kein Sport (obwohl ich gern laufen gewesen wäre), weil die Nebenhöhlen motzten. Aber 4 kg in einer so kurzen Zeit? Da schrillten bei mir alle Alarmglocken. Problem gebannt: süße Snacks aus dem Buch gezaubert und über den Tag zwischenzeitlich eingeworfen.

Wollt Ihr mal sehen?
Grüner Schmusie mit Powerkugeln

Kidneybohnenbuletten mit Zucchinigemüse

Kürbispommes mit Erbsendip

Low Carb-Pizza

Quinoa-Buletten mit Tomatendip
 
Wirsing..."wraps" mit Erdnuss-Bananen-Dip
Zucchinispaghetti mit Tofu-Bolo - mein "most cooked"


Sieht gut aus? War auch alles extrem lecker. Selbst Herr pungieng saß meistens da und lobte das Essen. Das kurze Kind mochte auf einmal Zucchini, weil sie aussahen wie Nudeln. "Aber nicht das grüne!" lautete die Anweisung, wenn ich ihm "Nudeln" gegeben habe.

Alles glatt gelaufen also? Naja, nur bedingt. Versuchungen lauern überall - so zum Beispiel im meinem Büro, nachdem meine Kollegin ihren Geburtstag feierte.


Und -na klar- hab ich auch hier und da mal nachgegeben. Ohoh, nicht gut. Weißmehl und Milch haben schon deutliche Wirkungen, wenn ich sie zu mir nehme. Nee, muss nicht sein. Muss tatsächlich darüber nachdenken, wie sich meine Ernährung nach dem Experiment ändert. Es wird wahrscheinlich vegan mit Fleisch (ich liebe es einfach sehr - wenn man dann auch noch wenig isst, ist auch das Bio-Glanrind drin), weiterhin unter Vermeidung von Weißmehl und Industriezucker. Zunächst war es echt aufwändig, nach den Rezepten im Buch zu kochen. Mit einiger Zeit stellte sich bei mir Routine ein, sodass ich sagen muss: noch 2 Monate und ich denke, dass ich den Unterschied kaum merke.

In diesem Sinne mache ich nun einen Weihnachts- und Silvesterbreak - und fange im Januar mit der weiteren Challenge bei Svenja an.

Hier muss ich mal einen ganz großen Dank an Sarah loslassen - ohne ihren grünen Smoothie wäre ich sicher noch nicht so weit! DANKE!

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