Samstag, 27. Juli 2013

Triathlon - der erste...

... in Hamburg!

Zugegeben, vor drei Jahren dachte ich auch noch, warum tun sich Leute sowas an? Laufen ist ja okay, schwimmen auch, aber Radfahren? Und dann alles hintereinander? Und dafür eine Stadt wie Hamburg weitgehend lahm legen?
Im letzten Jahr kribbelte es - und ich dachte: warum eigentlich nicht? Im September 2012 erfolgte dann die Anmeldung und am 20./21. Juli dieses Jahres war es endlich soweit. Mein erster Triathlon! Na klar, in Hamburg, weil hier so wenige Berge wachsen. :-)

Aufgeregt war ich seit ich meinen Namen auf der Homepage des ITU fand. Und wann immer ich an solchen Plakaten/Aufstellern vorbei kam,


hatte ich einen Kloß im Hals und Knoten im Bauch. Wie verrückt bin ich eigentlich? Aber nun war ich hier, ich hatte ein flottes Fahrrad unterm Hintern (von mir liebevoll "schwarzes Biest" genannt), ein Rückzieher kam nicht in Frage.

Die Vorbereitung am Wettkampftag:
1. Fahrrad und Helm mit der Startnummer verschönern. Fußfessel (Chip) anlegen. 2. Nach einem Check-in (Helm okay? Fahrrad okay? Bin ich die, für die alle mich halten - also Startnummer 2802?) einen Wechselplatz im eigenen Startblock suchen und sich häuslich einrichten. Ich hab mir zwei Tage lang Gedanken gemacht, wie ich was wohin lege, anordne, i) um nichts zu vergessen, ii) was dem Regelwerk entspricht und iii) mich nicht unnötig viel Zeit kostet. Dabei immer wieder schon aktiven Athleten aus dem Weg springen und Kleidung wechseln. Die Wechselzone ist eng, gibt aber eine spezielle Atmosphäre. 3. Utensilien, die direkt nach dem Wettkampf wieder gebraucht werden, kommen in den Kleiderbeutel und werden in vertrauensvolle Hände gegeben. 
Und dann?
4. Start - würd ich mal sagen. 5. Viele viele andere Menschen, die ähnlich drauf sind wie ich, warten, um in die Vorstartzone zu gelangen. Da sind dann keine Schuhe mehr erlaubt, was dazu führte, dass 6. viele ihre Schuhe einfach wegwarfen. 7. Startzone. In die 24°C grad warme Alster springen und da auf's Startsignal warten. Stimmung: ausgelassen bis super, die ganze Zeit wurde man von richtig guter Musik motiviert. Und die Aufregung? Weg!
500 m durch die Alster. Dabei meine ersten Erfahrungen gemacht: allein auf einer Bahn im Schwimmbad und die mit mir startende Menschenmenge in Alster sind nicht miteinander zu vergleichen. Meine 11 min Trainingszeit war futsch, entweder hatte ich Hände irgendwo an meinem Körper oder Füße an den Armen. Meinen Rhythmus hab ich vergleichsweise spät gefunden und als ich soweit war, befand ich mich an der Wendeboje, und damit wieder in einem Menschenstrudel. Und dann durch einen kleinen Tunnel - da ließ ich den Kopf über Wasser, weil es mir im Stockdunkel schon unheimlich war.
8. Schwimm-Ausgang aus besagtem Tunnel und dann auf die Straße - erstmal mit dem Fahrrad und dann ohne fahrbaren Untersatz zu Fuß. 9. Aufnahmen, wie ich mich im Wettkampf geschlagen habe, auf dem Fahrrad konzentriert und beim Laufen wieder entspannt. Auch wenn die Bilder ein wenig täuschen: die ersten 700 Laufen waren die HÖLLE!!! Da kam dann wieder die Frage in den Kopf: warum mach ich das hier eigentlich? Aber mit der Zeit kam der Spaß zurück und so bin ich dann auch grinsend ins Ziel gekommen (auch wenn die Startnummer ein bissel schief hing). Und die Zeit? Besser als erwartet, aber verbesserungswürdig.
Egal, die Stimmung in mir war gut, für's erste Mal war's nicht schlecht und ich hatte noch nicht mal Muskelkater! Das Hamburger Publikum ist fantastisch und grundsätzlich hatte man das Gefühl, auf einem entspannten Volksfest zu sein.
Aber auch am Ende eines ganz wunderbaren Wochenende ist alles ganz normal, der Tag endet ruhig.
Gute Nacht, Hamburg!
Und mein Fazit steht fest: der nächste Triathlon kommt bestimmt!






Kommentare:

  1. Antworten
    1. Nee, einfach machen, dann passt das schon ;-)

      Ganz liebe Grüße,
      Diana

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